Etwa 20 % der Bevölkerung leidet immer wieder unter Sodbrennen und anderen Refluxbeschwerden (GERD, etc.). Sodbrennen ist eine Volkskrankheit – die eigentlich in den meisten Fällen sehr leicht zu beheben wäre, jedoch oft gänzlich falsch behandelt wird.

Die wirkliche Ursache von Sodbrennen

Vielfach wird fälschlicherweise angenommen, Sodbrennen würde durch zu viel Säure im Magen entstehen. Dies erscheint zwar auf den ersten Blick folgerichtig, da man lediglich das Aufstoßen von Säure bemerkt – in Wirklichkeit ist die Ursache jedoch genau das Gegenteil.

Das Ventil zwischen Magen und Speiseröhre schließt nur dann richtig, wenn ausreichend Säure im Magen vorhanden ist. Sodbrennen entsteht also nicht durch ein zu hohes, sondern durch ein zu niedriges Säureniveau im Magen – da dann das Ventil offen bleibt.

Durch jahrelange Fehlernährung wie auch durch Medikamente (Säureblocker) wird das Säureniveau im Magen immer weiter reduziert.
Auch mit zunehmendem Alter verliert der Magen an Säure – die Gefahr von Sodbrennen nimmt zu.

Hintergrund

Der Magen benötigt ein stark saures Milieu (niedriger ph-Wert von 1 bis 3 = sehr sauer), um Nahrung richtig verdauen und ihre Bestandteile (v.a. Eiweiß) richtig aufspalten zu können.
Wenn dieses Milieu nicht ausreichend sauer ist, gelangt verstärkt Milchsäure aus den weiter unten liegenden Teilen des Verdauungstrakts (Dünndarm) in den Magen.
Die Milchsäure wiederum ist nicht sauer genug, um das Ventil nach oben zwischen Magen und Speiseröhre zu schließen.

Die Folgen

  • Säure steigt auf (Sodbrennen)
  • Eiweiße gelangen unverdaut in den Darm
  • Galle und Bauchspeicheldrüse werden nicht richtig angeregt, ihre Verdauungsenzyme in den Darm abzugeben
  • Vitamine und andere Nährstoffe können nicht richtig aufgenommen werden
  • Es entstehen Gase durch Fäulnisprozesse im Darm

Die einfachste Therapie: Apfelessig

Ein Glas Wasser mit 1-2 TL Apfelessig, einer halben ausgepressten Zitrone und einer Prise Meersalz vor jeder Mahlzeit.

  • Hierdurch wird das Säureniveau erhöht (= der ph-Wert sinkt).
  • Das Sodbrennen verschwindet.
  • Gleichzeitig können die Nahrungsbestandteile, insbesondere Eiweiße, erheblich besser aufgespalten und anschließend im Darm auch aufgenommen werden.
  • Gleichzeitig hat dies auch noch weitere Vorteile: Es senkt das Hungergefühl und führt zu einem langsameren Anstieg des Insulinspiegels, was wiederum Heißhunger und Fettaufbau reduziert.
  • Auch beim Intervallfasten wirkt sich das Glas Apfelessig mehrmals am Tag extrem positiv aus – durch Senkung des Hungergefühls und Reduktion des Insulinanstiegs

Sekundäre Folgen von zu wenig Magensäure

Folgen von Leber- und Gallenproblemen

  • Schulterschmerzen auf der rechten Seite
  • Verstopfung
  • Kopfschmerzen

Folgen unverdauter Nahrungsbestandteile im Darm

  • Gehemmte Nährstoffaufnahme (Vitamine und Mineralstoffe)
  • Vermehrtes Wachstum unerwünschter Darmbakterien
  • Allergien

Folgen von Bauchspeicheldrüseninsuffizienz

  • Blutzuckerprobleme
  • Schmerzen auf der linken Körperseite
  • Dermatitis
  • Verdauungsprobleme

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